A. SchuldarstellungDas Schulprogramm beschreibt, wie wir am AMG den Bildungsauftrag des Schulgesetzes im Unterrichts- und Erziehungsalltag umsetzen. Die grundlegenden Zielvorstellungen richten sich darauf, unseren Schülerinnen und Schülern diejenigen Fähigkeiten zu vermitteln, die ihnen dabei helfen, sich in der Gesellschaft zu orientieren und zu behaupten, in die sie hineinwachsen. Das erfordert den Aufbau einer umfassenden Handlungskompetenz, die auf ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung zielt und daher neben den fachlich-inhaltlichen Kompetenzen gleichberechtigt auch personale sowie sozial-kommunikative und methodisch-strategische Kompetenzen umfasst.
Die daraus resultierenden Schwerpunkte unserer Arbeit lassen sich mit den folgenden Schlagworten benennen:
Allgemeinbildung – Methoden und Medien – Gesellschaftliche Verantwortung |
Wir fördern den Erwerb grundlegender allgemeinbildender und fachspezifischer Kenntnisse und die Fähigkeit, Wissen zu erwerben, anzuwenden und zu verknüpfen, sowohl in fachbezogenen als auch in fächerübergreifenden Kontexten.
Wir helfen dabei, eigene Fähigkeiten und Stärken zu entdecken und zu entwickeln. Wir unterstützen die Fähigkeit, mit anderen gemeinsam zu lernen und zu leben, und sehen die sozialen Prozesse in der Schule als Lernmöglichkeit für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung.
Dazu gehört es auch, zunehmend Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen und sich mithilfe der erworbenen methodischen Kenntnisse eigenständig mit neuen Sachverhalten auseinander zu setzen und dabei die Möglichkeiten der zur Verfügung stehenden neuen Medien sinnvoll und methodisch reflektiert zu nutzen; die dazu erforderliche technische Ausstattung wird am AMG im Rahmen eines Medienkonzepts kontinuierlich und systematisch weiterentwickelt.
Fachliches und soziales Lernen geschieht am AMG in einer Atmosphäre, die sich mit den folgenden Eigenschaften kennzeichnen lässt: Aufmerksam Wir verfolgen eine „Kultur des Hinschauens“. Durch vielfältige Angebote fördern wir Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen ebenso individuell wie jene, die in ihren Lernprozessen Unterstützung benötigen. Wir betreiben allgemeine Konzepte zur Prävention und betreuen Schülerinnen und Schüler im Einzelfall, wenn sie in ihrem Entwicklungsprozess der Beratung und Hilfe (z.B. in psychischer oder psychosozialer Hinsicht) bedürfen. Menschlich Wir legen großen Wert darauf, dass alle am Schulleben Beteiligten auf der Basis vertrauensvoller Kommunikation tolerant und respektvoll miteinander umgehen. Gegenseitige Wertschätzung, Anerkennung der Stärken und Schwächen des jeweiligen Gegenüber und verantwortungsbewusstes Eintreten für Andere sind für uns unverzichtbare Verpflichtungen sowohl für das Zusammenleben an unserer Schule als auch in der demokratischen Gesellschaft. Gemeinsam Wir möchten, dass sich alle in unserer schulischen Gemeinschaft wohl fühlen. Dazu setzen wir durchgängig auf gegenseitige Unterstützung. Kooperative Arbeitsformen sind nicht nur für den Unterricht, sondern auch für die Arbeit des Kollegiums und in den Mitwirkungsgremien kennzeichnend. Wir verstehen die gesamte Schulgemeinde als ein gemeinsames Team, das konstruktiv an der Verwirklichung unserer Zielvorstellungen arbeitet. Schule hat zwar feste Strukturen, zugleich unterliegen die Zielvorstellungen der Schule aber ständigen Wandlungsprozessen, da gesellschaftliche Anforderungen und Einflüsse ebenso wie fachliche und pädagogische Entwicklungen zu vielfältigen Veränderungen führen, auf die wir angemessen reagieren müssen und wollen. Dazu ist es erforderlich, die Ergebnisse schulischen Handelns regelmäßig und systematisch zu überprüfen (Evaluation) und zusätzliche Kenntnisse und Fähigkeiten für die Erarbeitung neuer Konzepte zu erwerben (Fortbildung).
Die folgende Grafik zeigt überblicksartig, wie die am AMG-Schulleben beteiligten Personen(gruppen) in den wesentlichen Arbeitsfeldern zusammenwirken und welche Schwerpunkte der Schulentwicklung wir setzen. 1. Konzepte zur Allgemeinbildung 1.1 Fachunterricht Jedes Fach an unserer Schule hat die Ziele und Inhalte der Lehr- und Lernangebote auf der Basis der Kernlehrpläne G8 in einem schulinternen Curriculum zusammengefasst, das die Schülerinnen und Schüler auf die zentralen Bildungsstandards vorbereitet. Das geschieht in einem kompetenzorientierten Fachunterricht, der neben den zentralen Vorgaben auch Raum für schülerorientierte Themengebiete vorsieht. Die Grundsätze zur Leistungsbewertung aller Fächer sind auf der Homepage veröffentlicht. 1.2 Fächerverbindendes Lernen 1.2.1 Wahlpflichtbereich II Im Wahlpflichtbereich bieten wir sprachlich-literarisch-künstlerische, gesellschaftswissenschaftliche sowie mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Fächerkombinationen an, wie Darstellen/Gestalten, Geschichte/Politik, Physik /Informatik, Informatik/Mathematik, Biologie/Chemie. Durch dieses breit gefächerte Angebot möchten wir den Interessen des einzelnen Schülers bzw. der einzelnen Schülerin entsprechend themen- und fächerübergreifendes Arbeiten fördern und dadurch auch entdeckendes Lernen, produktives Gestalten oder Experimentieren sowie problemlösendes Denken und reflektierendes Verstehen. Durch das Training dieser Fähigkeiten erwerben unsere Schüler und Schülerinnen Schlüsselkompetenzen für Studium und Beruf. 1.2.2 Projekte im Rahmen der Fahrten- und Projektwoche Während die Jahrgangsstufen 6, 9 und 12 ein Fahrtenprogramm absolvieren (Klassen-, Sprachen- bzw. Studienfahrten), arbeiten alle anderen Schüler und Schülerinnen in Projekten. Es werden fächerübergreifend Themen angesprochen, erarbeitet oder vertieft, um Zusammenhänge zu entdecken und in (neuen) Zusammenhängen zu denken. Ein wichtiger Eckpfeiler in diesem Konzept ist die Öffnung der Schule nach außen. Durch die Kooperation mit externen Fachkräften, die als Experten Einblicke in komplexe Themen vermitteln, erweitern wir unser Angebot regelmäßig um interessante Themen, erlebnispädagogische Ansätze oder Aspekte der Berufsvorbereitung. Hierzu gehört auch der Besuch von außerschulischen Lernorten. 1.3 Individuelle Förderung Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich in einer ständig wandelnden Welt zurechtzufinden und die eigenen Ansprüche und die der Gesellschaft im Sinne einer individuellen Zufriedenheit bestmöglich zu erfüllen. Dafür steht unser Prinzip „Fordern und Fördern“, bei dem wir jeden Schüler und jede Schülerin optimal nach seinen bzw. ihren Interessen, Fähigkeiten und Begabungen ins Blickfeld nehmen und anleiten. Dies findet einerseits im Unterricht statt (s.o.), andererseits in vielfältigen Angeboten, die wir unseren Schülerinnen und Schülern machen. Wir streben es an, die Schülerinnen und Schüler bestens vorzubereiten für die zentralen Leistungsüberprüfungen, aber lassen stets Platz für die einzelnen Begabungen. Dafür arbeiten wir auch regelmäßig mit außerschulischen Kooperationspartnern zusammen und geben Hilfestellung zur erfolgreichen Teilnahme an Wettbewerben. Zentrales Anliegen ist es, die Schülerinnen und Schüler nicht auf einen Bereich festzulegen, sondern vielfältig zu fördern, damit möglichst viele Kinder und Jugendliche Erfolgserlebnisse verzeichnen und so ihr Selbstwertgefühl nachhaltig stärken können. Ziel aller Fördermaßnahmen ist es, die Schülerin bzw. den Schüler in ihren bzw. seinen individuellen Begabungen und Fähigkeiten zu stärken, weiterzubilden und zu motivieren, ihre bzw. seine Fähigkeiten auch für das Gemeinwohl einzusetzen („Stärken stärken“) Daraus ergeben sich zahlreiche fördernde Maßnahmen: - Maßnahmen zur individuellen Förderung im Klassenverband durch Binnendifferenzierung, Einsatz von Methodenvielfalt und kooperativen Lernformen.
- Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen im naturwissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen, musischen oder fremdsprachlichen Bereich bieten wir spezielle Fördermaßnahmen an, die individuell von der Schule entwickelt und mit der Schülerin bzw. dem Schüler und den Eltern besprochen werden. Je nach Interesse und Begabung können sich die Schüler und Schülerinnen anmelden für
- eine Naturwissenschaftliche Profilklasse (eine Zusatzstunde NW von Klasse 5 bis 7)
- eine Bläserklasse. Der Musikunterricht wird in Kooperation mit der örtlichen Musikschule durchgeführt.
- das Drehtürmodell, d.h. z.B. Teilnahme an beiden neu einsetzenden Fremdsprachen in Klasse 6 bzw. 8 mit jeweils der halben Stundenzahl oder in einem Fach der besonderen Begabung am Unterricht höherer Jahrgangsstufen (SI und SII).
- In zahlreichen AGs können unsere Schülerinnen und Schüler neue Fächer und Themen kennen lernen, ihre Kenntnisse in ihren Lieblingsfächern vertiefen, aber auch gemeinsam mit anderen, die ein gleiches Interesse haben, Spaß und Entspannung erleben und je nach AG im Rahmen von Theateraufführungen und Konzerten vor einem Publikum auftreten.
- Unsere Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Jahrgangsstufen erhalten einmal im Jahr die Möglichkeit, das DELF- oder DELE- Diplom für die französische bzw. spanische und Cambridge-Zertifikate (CAE oder FCE) für die englische Sprache zu erwerben. Die Klassen 5 bis 8 stellen sich jährlich dem Englisch-Wettbewerb „The Big Challenge“.
Es ist unser Bestreben, jeden Schüler und jede Schülerin individuell zu fördern, indem wir ihnen helfen, Schwächen auszugleichen und Stärken auszubauen. - Für Kinder, die noch Schwierigkeiten im Umgang mit der deutschen Sprache zeigen, bieten wir den Förderschwerpunkt „Deutsch als Zweitsprache“ („DaZ“) an.
- Wir bieten ein umfassendes und nach Förderbedarf abgestuftes Konzept zur Defizitförderung in Kleingruppen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch und Latein und nehmen an der Initiative „Komm mit!“ – ‚Fördern statt Sitzenbleiben’ teil.
- Wir setzen diagnostische Instrumente und Verfahren ein zur Erkennung von Dyskalkulie.
- Unser Konzept „Schüler helfen Schülern“ umfasst eine Hausaufgabenbetreuung von SI-Schülerinnen und -Schülern durch SII-Schülerinnen und –Schüler sowie die Bildung von Integrationsklassen für Haupt- und Realschüler, die zu uns in die Oberstufe kommen. In Lerntandems lernen und arbeiten sie zusammen mit Schülerinnen und Schülern, die die SI am AMG erfolgreich absolviert haben, sodass ein gegenseitiger Austausch und ein wechselseitiges Lernen erreicht werden.
- Wir bieten vielfältige Möglichkeiten der Berufs- und Studienorientierung an.
- Wir ermuntern zur Teilnahme an dem Modell der Schüler-Uni.
- Wir kooperieren mit dem ZDI-Zentrum in Bochum (ZDI=Zukunft durch Innovation) zur Stärkung der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).
- Wir nehmen teil am Columbus-Projekt – ein Angebot des Bochumer Schauspielhauses an Schülerinnen und Schüler das Schauspielhaus kennen zu lernen und Theater zu entdecken.
- Wir schlagen Schülerinnen bzw. Schüler vor für die Teilnahme an einer Junior Akademie. Junior- oder Schülerakademien sind ein Programm des Deutschen Schulministeriums zur Förderung begabter Schüler und Schülerinnen der Klassen 8 und 9.
- Zur Förderung interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler unterstützen und betreuen wir die Teilnahme an externen Wettbewerben bzw. organisieren interne Wettbewerbe.
- Wir ermöglichen im Rahmen unserer Gender-Pädagogik die Teilnahme am jährlich stattfindenden „Girls´ und Boys´ Day“, um Berufswahlspektren zu erweitern.
2. Konzepte zur Entwicklung von Methoden- und Medienkompetenz
2.1. Methodenkompetenz Mit der systematischen Vermittlung von Methodenkompetenz schaffen wir eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass unsere Schüler und Schülerinnen selbstständig und effizient lernen können, denn Methodenkompetenz ist ein wichtiger Baustein zur Förderung des Lernerfolgs und der Lernmotivation der Schüler sowie zum Erwerb von Handlungskompetenzen für Beruf und Studium. Daher spielt die Verbesserung der Methodenkompetenz eine wichtige Rolle in unserem Schulprogramm und wird durch verschiedene Maßnahmen gestützt: - In der Klasse 5 erlernen die Kinder im Fach ALF (Arbeits- und Lernformen), das mit einer Wochenstunde fest im Stundenplan verankert ist, Arbeits- und Lerntechniken, um ihr Arbeitsverhalten zu verbessern. So lernen sie z.B. sich gezielt auf Klassenarbeiten vorzubereiten oder ihr Heft richtig zu führen.
- Ab der Klasse 6 erlernen die Schülerinnen und Schüler Methoden zur Recherche, Textarbeit, Präsentation, Kommunikation und Experimentieren zur Sicherung von breitem Methodenwissen und gut verankertem Lernen. Dazu stehen Methodenbausteine zur Verfügung, die fächerübergreifend und systematisch eingeführt werden.
- Wir nehmen regelmäßig am ZEUS-Projekt (Zeitung und Schule) teil in Kooperation mit der WAZ, so dass das Methodentraining in Projekten erfolgt und unsere Schülerinnen und Schüler lernen, Themen zu recherchieren, Interviews vorzubereiten und selbst Artikel zu schreiben.
- Da bei der Bewältigung komplexer Aufgaben nicht individuelles oder konkurrierendes Lernen und Arbeiten die Regel sein soll, sondern eine planmäßige und reflektierende Zusammenarbeit in Gruppen, werden bei uns kooperative Lernformen eingesetzt und geübt. So lernen unsere Schülerinnen und Schüler Methoden, die gemeinsame Arbeit in der Gruppe zu planen, zu kontrollieren und zu bewerten.
- Wir fördern Selbstständigkeit und Selbstverantwortung bei unseren Schülern und Schülerinnen, indem wir sie an Methoden des eigenverantwortlichen Arbeitens heranführen (EVA), um sie zu befähigen, das Lernen in die eigene Hand zu nehmen, selbstständig Aufgaben und Probleme zu lösen und konstruktiv mit anderen zu kommunizieren und zu kooperieren.
- Unser Selbstlernzentrum (SLZ) für die Sekundarstufe II ist so konzipiert und ausgestattet, dass unsere Schülerinnen und Schüler an flexibel einsetzbaren Gruppentischen sowie internetfähigen und softwaremäßig umfangreich ausgestatteten Rechnern selbstständig recherchieren, Präsentationen erarbeiten sowie weitere unterrichtsrelevante Arbeiten erstellen können. Das SLZ ist auf Kooperation ausgerichtet und fördert intensives gemeinsames Arbeiten.
- Für Vertretungsstunden in der Sekundarstufe I haben wir ein Vertretungskonzept entwickelt, das aus zwei Säulen besteht. Zum einen arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit Arbeits- und Aufgabenblättern zu einem Unterrichtsfach, die von der Fachschaft in einem Ordner zusammengestellt wurden. Das Fach wechselt mit jedem Halbjahr. Zum anderen gibt es ein Projekt im Rahmen der Leseförderung, bei dem die Schülerinnen und Schüler sich selbst ein Buch aussuchen und kleine Arbeitsaufträge dazu bearbeiten. So können unsere Schülerinnen und Schüler diese Stunden sinnvoll mit eigenverantwortlichem Lernen nutzen. Nach einer kurzen Anleitung durch die Klassenleitungs-Teams üben sie geeignete Methoden, um den Prozess des eigenständigen Arbeitens zu strukturieren und erfolgreich zu meistern.
- In Intensivkursen lernen unsere Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Sekundarstufe I Grundlagen der Textverarbeitung und Tabellenkalkulation (PC-Führerschein).
2.2 Medienkompetenz Elektronische Medien werden als eine weitere Kulturtechnik zu Lesen, Schreiben und Rechnen in den Fachunterricht integriert. Ziel ist die Nutzung ihrer Möglichkeiten auf breiter Basis, die Förderung der Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit, die Fähigkeit zu vernetztem Denken, aber auch das Aufzeigen von Grenzen und die Bewusstseinsschärfung für ihre Gefahren. Fächerübergreifend werden Unterrichtsprojekte durchgeführt, die dazu dienen sollen, die Medienkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern. 2.3. Medienausstattung Wir stellen die technische Ausstattung, die für den Erwerb von Medienkompetenz erforderlich ist, in zwei modernen Computerräumen, in zahlreichen Räumen mit PC und Beamer bzw. DVD und Fernseher sowie in zwei Räumen mit je einem interaktiven Whiteboard zur Verfügung. Zudem ist in allen Klassenräumen ein Internetzugang vorhanden. Diese Ausstattung entwickeln wir kontinuierlich und systematisch weiter. 3. Konzepte zur Entwicklung gesellschaftlicher Verantwortung Um die Ziele des AMG als offene und moderne Schulgemeinschaft zu verwirklichen, ist es notwendig, dass jedes Mitglied Verantwortung für sein eigenes Handeln, für einen achtsamen Umgang mit sich selbst sowie einem respektvollen Umgang mit dem Gegenüber, für die Umwelt und für das Schulgebäude bzw. für Sachen übernimmt. Diese „Kultur des Hinschauens“ wird am AMG unterstützt durch vielfältige Angebote und Maßnahmen. - Die Maßnahmen zur Sucht- und Gewaltprävention werden regelmäßig überarbeitet und an die aktuellen Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern angepasst (Projekte, Elternabende, Info-Veranstaltungen).
- „Anti-Mobbing“-Projekte für alle Klassen der Sekundarstufe I werden organisiert durch Lehrerinnen und Lehrer in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern.
- Ein ständiges Beratungsangebot für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft durch unsere Schulsozialarbeiterin in Kooperation mit dem Jugendamt Witten ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern sowie Eltern und Lehrerinnen und Lehrern, alternative Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt zu bekommen.
- Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 erhalten Rat und Hilfe zu allen Aspekten der Mittelstufe. Nach dem ersten Gespräch werden Lösungsmöglichkeiten und weitere Vorgehensweisen sowie eventuelle weitere Ansprechpartner und Anlaufstellen aufgezeigt. Diese Beratung findet regelmäßig einmal wöchentlich statt.
- Bei psycho-sozialen Problemen, von vorübergehenden Schwierigkeiten bis hin zu schwerwiegenden psychischen oder sozialen Belastungen, erhalten die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II Beratung und Hilfe sowohl in ausführlichen Gesprächen als auch in konkreten Hilfsangeboten, die außerhalb der Schule möglich sind und von Psychologen und Therapeuten durchgeführt werden.
Die Übernahme von Verantwortung für die Mitmenschen und für die Umwelt ist essentiell wichtig für ein harmonisches Schulklima und für ein Perspektiven schaffendes Handeln in der Gesellschaft: - Konflikte gewaltfrei zu lösen, wird ab Klasse 5 durch unsere „Streitschlichter“ trainiert. Als „Streitschlichter“ werden freiwillige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 im Rahmen einer einjährigen AG fortgebildet.
- Wir bilden interessierte Schüler und Schülerinnen zu Sporthelfern und Schulsanitätern aus, die sich danach aktiv für das Wohl anderer einsetzen.
- Schüler und Schülerinnen übernehmen Aufsichten im SLZ, im Computerraum und im Chillroom.
- Schüler und Schülerinnen engagieren sich für ihre Mitschüler bei der Hausaufgabenbetreuung und in Lerntandems (Schüler helfen Schülern).
- Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 5 gestalten die Begrüßungsfeier mit, die alljährlich für die nachfolgenden 5.-Klässler ausgerichtet wird.
- Schülerinnen und Schüler engagieren sich im Rahmen der SV für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, indem sie in regelmäßigen Abständen schulische Aktionen vorbereiten und durchführen, z.B. SV-Fahrten, Unterstufen-Partys, Schulverschönerungswochen.
Für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft ist es notwendig zu lernen, Verantwortung auch für das Schulgebäude und für Sachen zu übernehmen. Dieses Bewusstsein wirkt sich natürlich über das Schulleben hinaus auf den verantwortungsvollen und pfleglichen Umgang mit Sachmitteln aus: - Täglich stattfindende Schulsäuberungs-Aktionen durch jede Klasse („Pickdienst“) erziehen jedes Mitglied der Schulgemeinschaft zu einem wertschätzenden Umgang mit dem Schulgebäude und den sich darin befindenden Gegenständen.
- Bei Entscheidungen zur Gestaltung des Gebäudes bzw. des Schulgeländes beziehen wir konstruktive Ideen und Lösungsvorschläge von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern mit ein.
Um Gemeinschaft einmal ganz anders zu erleben, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, Eltern und zunehmend auch Schülerinnen und Schüler an der Planung zu beteiligen und fächerübergreifende Ziele zu erreichen, führen wir gemeinsame Unternehmungen im Klassen- bzw. Kursverband durch: - Wandertage
- Klassenfahrten in der Jahrgangsstufe 6
- Sprachenfahrten nach Italien und Frankreich in der Jahrgangsstufe 9
- Kursfahrten in der Jahrgangsstufe 12
- Integrationsfahrten (z.B. nach Problemen in der Klasse)
Wir unterstützen aber auch Fahrten einzelner Schülergruppen ins Ausland, um den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen die Kultur im Gastland, das Gastland selbst, die Sprache und die schulischen Inhalte kennen zu lernen sowie soziale Kompetenzen wie Flexibilität, Weltoffenheit, Respekt, Toleranz und Verständnis im täglichen Miteinander mit den Menschen im Gastland zu erlangen. Das geschieht durch Schüleraustausch und Beratungsangebote: - Schüleraustausch mit Frankreich und (wann immer möglich) Australien
- Beratungsangebote und Informationsveranstaltungen im Hinblick auf individuelle Auslandsaufenthalte
Auch in anderer Hinsicht schauen wir über unseren Schulhofrand hinaus und engagieren uns für verschiedene Hilfsprojekte, denn wir wollen unsere Schüler und Schülerinnen im Bereich des sozialen Lernens nicht nur zu einem rücksichtvollen und hilfsbereiten Umgang und Miteinander in der Schulgemeinschaft erziehen, sondern auch ihre Augen für die Not anderer öffnen und deutlich machen, dass erst vielseitiges ehrenamtliche Engagement solche Hilfsprojekte ermöglicht. Wir engagieren uns beim jährlich vor den Herbstferien stattfindenden LebensLauf für ein Südafrika-Projekt, durch Kuchenverkauf u.Ä. für ein Kinderhospiz, für Amnesty International und für den Tierschutz. 4. Lehrerausbildung am AMG
Der schulische Aspekt der Ausbildung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern am AMG erfolgt anteilig durch alle Mitglieder der Schulgemeinschaft. Insbesondere jedoch werden sie durch die Ausbildungsbeauftragten beraten und betreut - in regelmäßig stattfindenden Schulgruppensitzungen und darüber hinaus. So sollen unsere Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter dazu ermutigt bzw. befähigt werden, ihren eigenen Ausbildungsbedarf sowie ihre Ziele zu formulieren und dementsprechend ihre Ausbildung eigenverantwortlich mitzugestalten.
Das Team der Ausbildungsbeauftragten hat die Funktion der Vermittlung zwischen Schule und Studienseminar. Die Ausbildungsbeauftragten entwickelt in Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Fachkollegen und in Abstimmung mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) das Begleitprogramm, das in Abhängigkeit von den Bedürfnissen der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter im Rahmen der Vorgaben von Schule und dem ZfsL stetig modifiziert wird.
Mittels des schulischen Begleitprogramms werden die Inhalte, die das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung mehr theoriegeleitet vermittelt, aus schulpraktischer Sicht dargestellt und ergänzt. Somit werden ausbildungsrelevante Themen aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt, z.B. die sechs Lehrerfunktionen oder die zehn Merkmale guten Unterrichts von Hilbert Meyer. Inhalte, die im ZfsL nicht thematisiert werden können, werden am AMG zusätzlich eingebracht, sodass eine Ausbildung garantiert werden kann, die eine umfassende Professionalisierung hinsichtlich der Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Schule sicherstellt. B. Planung der Schulentwicklung Das im ersten Abschnitt dargestellte Leitbild unserer Schule stellt für uns die Grundlage für die Schulentwicklungsarbeit dar. Die dort formulierten Grundsätze sind in der Schulgemeinde als Konsens fest verankert und verkörpern gleichsam die gemeinsame Philosophie zur Bildungs- und Erziehungsarbeit am AMG. Auf der Basis dieser Grundvorstellungen sind für die weitere Schulentwicklung Ziele festgelegt worden, die kurz- bis mittelfristig zu verfolgen sind. Ausschlaggebend für die aktuelle Zieldefinition sind gewisse Herausforderungen, denen sich die Gymnasien und damit das AMG stellen müssen. Zum einen hat die Umstellung auf den Bildungsgang G 8 in den letzten Jahren einen erheblichen Kraftaufwand aller an Schule beteiligten Gruppen erfordert. Die Planung und die Durchführung inhaltlicher und organisatorischer Veränderungen haben in großem Umfang Ressourcen gebunden. Nachdem diese Prozesse nun weitgehend abgeschlossen sind, sollen die freigesetzten Kapazitäten unsere Maßnahmen zur Unterrichtsentwicklung unterstützen. Von daher hat das Kollegium im Schuljahr 2010/11, unterstützt durch die Mitwirkungsgremien, die Weiterentwicklung des Unterrichts als einen Arbeitsschwerpunkt für die kommenden Jahre festgelegt. Da die Fachschaften im Hinblick auf dieses Ziel eine zentrale Bedeutung besitzen, wurde als eine der ersten Maßnahmen vereinbart, den jeweiligen Fachvorsitz nach Möglichkeit durch ein Team von zwei Kolleginnen bzw. Kollegen für eine „Amtszeit“ von mindestens zwei Jahren zu besetzen. Darüber hinaus hat die Schulzeitverkürzung allgemein an den Gymnasien zu problembehafteten Entwicklungen geführt. Das Schulministerium hat dies zum Anlass genommen, sieben herausfordernde Handlungsfelder zu identifizieren, auf denen Lösungen gefunden werden müssen, um die Belastung der Schülerinnen und Schüler durch den Bildungsgang G 8 zu reduzieren. Vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen sieht auch das AMG diesen Optimierungsbedarf und zielt schrittweise auf die Entwicklung konkreter und schulspezifischer Lösungswege. Die Einsetzung einer Projektgruppe zur Erarbeitung eines Hausaufgabenkonzeptes ist als erster Schritt auf diesem Weg zu sehen. Ein anderer Begründungszusammenhang für unsere Entwicklungsziele ergibt sich aus gesellschaftlichen Veränderungstendenzen, die zum Teil massiv in die Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler eingreifen. Soziologisch betrachtet, ist unsere Gesellschaft durch zunehmende Individualisierungsprozesse gekennzeichnet, die sich u.a. auf das Freizeit-, insbesondere auf das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen auswirken. Der weitaus überwiegende Teil unserer Schülerschaft ist in sog. „social communities“ (z.B. SchülerVZ, facebook,…) angemeldet. Laut neuesten Ergebnissen der Medienforschung verbringen Kinder und Jugendliche durchschnittlich zwei Stunden pro Tag in diesen Netzwerken. Die damit verbundenen Gefahren (z.B. Verlust von Datenschutz, Cybermobbing,…) wirken sich nach unseren Beobachtungen (mit zunehmender Tendenz ab Jahrgang 6) nachteilig auf das soziale Klima in den Lerngruppen aus und beeinträchtigen unsere Bemühungen, die Bildungs- und vor allem die Erziehungsziele zu erreichen. Das AMG hat diese Herausforderung angenommen und die Förderung der sozialen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler, insbesondere im Zusammenhang mit einem verantwortlichen Umgang mit neuen Medien, als ein Entwicklungsziel für die nächsten beiden Schuljahre festgelegt. Mit Hilfe von zwei Projektgruppen, die ein Medienkonzept bzw. ein Konzept zum Erziehungskonsens entwickeln werden, soll dieses Entwicklungsziel verfolgt werden.
Zusammenfassend sollen also die folgenden Ziele als Grundlage für die Schulentwicklung am AMG in den nächsten zwei bis drei Schuljahren dienen: - Verbesserung der Unterrichtsqualität
- Entwicklung entlastender Maßnahmen im Rahmen von G 8
- Stärkung und Förderung sozialer Kompetenz
Zur Umsetzung der Entwicklungsziele hat das AMG einen Arbeitsplan für die Schuljahre 2010/11 bis 2012/13 aufgestellt. Der Plan weist insgesamt sieben Arbeitsvorhaben (Projekte) aus, die jeweils die Entwicklungsziele konkretisieren und einen spezifischen Beitrag zur Zielerreichung leisten sollen. Entwicklungsziel "Verbesserung der Unterrichtsqualität" Diesem Ziel dienen die Projekte „Methodenkompetenz“ und „fachschaftsorientierte Unterrichtsentwicklung“. Im Rahmen des Konzepts „Methodenkompetenz“ geht es konkret darum, fächerübergreifende Methodenblätter in Form von Handreichungen für Schülerinnen und Schüler zu entwickeln, die in kompakter Form jene Methoden beschreiben, die für erfolgreiche Lernprozesse erforderlich sind (z.B. das Analysieren von Texten, von Statistiken, von Karikaturen, das Anfertigen von Mind-Maps, von Referaten, von visuellen Präsentationen, das Anlegen von Modellen, von Experimenten, von Recherchen usw.). Diese Methoden sollen auf der Basis einer zu vereinbarenden Zuordnung in bestimmten Fächern in bestimmten Jahrgangsstufen eingeführt und als Leitfäden den Schülerinnen und Schülern ausgehändigt werden, so dass diese am Ende der Sekundarstufe I über ein umfassendes Methodenportfolio verfügen. Im Projekt „fachschaftsorientierte Unterrichtsentwicklung“ geht es schwerpunktmäßig darum, für die einzelnen Fächer zum einen, ausgehend von den Kernlehrplänen, ein kompetenzorientiertes schulinternes Fachcurriculum zu entwerfen bzw. auf dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen mit G 8 weiterzuentwickeln und zum anderen konkrete fachspezifische und jahrgangsbezogene Kriterien für die Leistungsbewertung zu formulieren, um u.a. gerade in diesem sensiblen Bereich für Schülerinnen und Schüler sowie für deren Eltern eine größtmögliche Transparenz herzustellen. Entwicklungsziel „Entwicklung entlastender Maßnahmen im Rahmen von G 8“ Ziel des Hausaufgabenkonzepts (am AMG „Lernaufgabenkonzept“ genannt) soll es sein, die Schülerinnen und Schüler vor dem Hintergrund der Anforderungen von G 8 mit bis zu zwei Tagen Nachmittagsunterricht und erhöhter Wochenstundenzahl zu entlasten. Dabei sollen die Hausaufgaben ohne Qualitätsverlust bei den Lernprozessen auf ein notwendiges Maß unter Berücksichtigung einer kompetenzorientierten Aufgabenkultur im Sinne der Kernlehrpläne zurückgeführt und gleichzeitig verstärkt Schulaufgaben für die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler nutzbar gemacht werden. Das Konzept wird aus einem allgemeinen Teil bestehen, der die für alle Fächer verbindlichen Regelungen enthält, sowie aus den einzelnen fachspezifischen Konkretisierungen, die für das jeweilige Fach einvernehmliche Standards festlegen. Darüber hinaus ist für das Schuljahr 2012/13 geplant, das bisherige Konzept der individuellen Förderung fortzuentwickeln. Als „Komm mit!“-Schule hat das AMG zurzeit durch einen umfangreichen Förderunterricht einen gewissen Schwerpunkt auf die Förderung von Schülerinnen und Schülern gelegt, die in einzelnen Fächern Schwächen und/oder Leistungsdefizite aufweisen bzw. als Migranten eine Sprachförderung benötigen. Ziel der Weiterentwicklung soll es sein, ein Modell zu entwerfen, das es erlaubt (z.B. in Form von Förderbändern), nach Möglichkeit alle Schülerinnen und Schüler nach ihren Fähigkeiten und Begabungen individuell zu fördern. Entwicklungsziel „Stärkung und Förderung sozialer Kompetenz“ Angesichts der beschriebenen gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen und der damit verbundenen pädagogischen Herausforderungen soll ein Medienkonzept erarbeitet werden, das im Wesentlichen aus drei Zielkomponenten besteht. Zum einen sind Strukturen und Verfahren zu verabreden, wie Schülerinnen und Schülern vermittelt werden kann, welche Potenziale die modernen digitalen Medien beinhalten und wie diese sinnvoll für die eigenen Lernprozesse genutzt werden können. Zum anderen müssen die Kinder und Jugendlichen aber auch sensibilisiert werden für die Gefahren der neuen Medien. Hier sind insbesondere die Probleme des Datenschutzes und des Cybermobbings in den Fokus zu nehmen. Gerade im Hinblick auf einen sozial verantwortbaren Umgang mit den Medien auch und vor allem außerhalb der Schule sind konkrete Regelungen, Maßnahmen und Hilfsangebote für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für ihre Eltern, zu entwickeln und im Sinne des Leitbildes in die Erziehungsarbeit des AMG zu integrieren. Schließlich soll das Medienkonzept einvernehmlich Verfahren und Zuständigkeiten festlegen, wie die Medienausstattung des AMG einerseits genutzt, andererseits gewartet, betreut und aktualisiert werden kann. Darüber hinaus widmet sich eine weitere Projektgruppe „Erziehungskonsens“ der Aufgabe, die selbstgesetzten Regeln der Schulgemeinschaft für ein soziales Miteinander stärker in das Bewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler zu rücken. Vorgesehen ist, auf der Basis einer Beschreibung von gewünschtem Sozialverhalten bestimmte auf den Fall bezogene Sanktionen dem konkreten abweichenden Verhalten zuzuordnen. Damit soll einerseits sowohl Transparenz als auch eine höhere Verhaltenssicherheit für Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer erreicht werden, andererseits aber nach wie vor die Möglichkeit und die Notwendigkeit einer individuellen, die Umstände des Einzelfalls berücksichtigenden Reaktion verdeutlicht werden. Analyse von Evaluationsergebnissen Neben den dargestellten Arbeitsvorhaben, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit den Entwicklungszielen stehen, hat sich das AMG zum Ziel gesetzt, durch eine externe Evaluation Impulse für die weitere Schulentwicklungsarbeit zu gewinnen. Die für Juni 2011 geplante Erhebung mit dem Instrument SEIS soll im Schuljahr 2011/12 von der Steuergruppe im Detail analysiert werden. Die Ergebnisse wiederum werden als Grundlage dienen, die bisherige schulische Arbeit selbstkritisch zu bewerten und ggfs. weitere Handlungsfelder zu vereinbaren. Übersicht Die folgende Tabelle fasst die erläuterten Arbeitsvorhaben in Form einer Zeitleiste überblicksartig zusammen. Die grau unterlegten Felder zeigen jeweils den Zeitraum an, innerhalb dessen die Konzepte zu entwickeln und fertig zu stellen sind. Sofern für die Aufgaben Projektgruppen verantwortlich sind, sind die beteiligten Personen erwähnt. Die zu den einzelnen Konzepten gehörigen Evaluationsverfahren werden im Abschnitt „Planungen zur Evaluation“ (siehe unten) dargestellt. Um eine hohe Professionalität der Lehrerinnen und Lehrer zu erreichen, die den Anforderungen im Rahmen der Schule und insbesondere des Unterrichts in einer pluralistischen, im stetigen Wandel begriffenen Gesellschaft gerecht wird, ist eine konsequente Weiterbildung bzw. Fortbildung des Kollegiums erforderlich. Das Fortbildungskonzept des AMG ist auf das Schulprogramm abgestimmt, sichert die Personalentwicklung und bereitet somit neue Impulssetzungen für den Unterricht vor. Bei der Planung und Durchführung von Fortbildungen werden die Kompetenzen und Interessen der Lehrerinnen und Lehrer beachtet und außerschulische Experten eingebunden.
Unserem Verständnis nach haben Fortbildungen allgemein zwei Zielsetzungen zu erfüllen: - individuelle Fortbildungswünsche ermöglichen und somit die Professionalität der einzelnen Lehrenden stärken,
- den gemeinsamen Schulentwicklungsprozess fördern und begleiten (u.a. durch verbindliche Vorgaben der Schulbehörde bzw. durch die im Schulprogramm vereinbarte Arbeits- und Zielplanung).
Um diesen Zielsetzungen gerecht zu werden, wird regelmäßig der Fortbildungsbedarf im Kollegium erfragt und es werden daran orientierte Fortbildungsangebote über die allgemeinverbindlichen Fortbildungsschwerpunkte hinaus erstellt (z.B. Erste Hilfe, Hochbegabung). Dadurch umfasst das Fortbildungskonzept neben den Fortbildungen für das Gesamtkollegium zum Beispiel auch fachbezogene Fortbildungen (siehe folgendes Schaubild).
 Organisatorisch erfolgen die Lehrerfortbildungen entweder von Seiten der Schule, schulübergreifend, in Absprache mit dem Fortbildungsteam bzw. der Schulleitung, oder individuell. Die Schulleitung verwaltet dabei das Fortbildungsbudget und entscheidet über die Bewilligung von diesbezüglichen Ausgaben. In Bezug auf die Realisierung von Fortbildungen berücksichtigt das AMG möglichst die Kompetenzen des Kollegiums: Es wird bei der Durchführung von Lehrerfortbildungen, wenn möglich, auf Lehrerinnen und Lehrer des AMG zurückgegriffen. Dies wird dadurch erleichtert, dass die besuchten schulexternen Fortbildungen der einzelnen Kolleginnen und Kollegen gesammelt und gesichtet werden. Die Ergebnisse werden dem Rest des Kollegiums zur Verfügung gestellt und so werden, neben den Ergebnissen von schulinternen Fortbildungen, auch die Ergebnisse individueller schulexterner Fortbildungen gemeinsam genutzt. Zum einen ist dies möglich durch die am AMG vorzufindende Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterstützen, zum anderen auch durch die wertschätzende Atmosphäre und konstruktive Kommunikation während solcher Fortbildungen, sodass eine professionelle Teamarbeit und ein aufeinander abgestimmtes Handeln an der Schule erreicht werden kann. Darüber hinaus werden Fortbildungen u.a. durch Eltern, Bekannte oder Verwandte als externe Fachkräfte realisiert. Zudem wird auf Fortbildungen seitens der Bezirksregierung (z.B. Kompetenzteam) zurückgegriffen. Die Fortbildungsplanung erfolgt in folgenden Schritten:  Wir unterstützen und professionalisieren neue Kolleginnen und Kollegen konzeptionell, indem wir die Arbeit im Team (z.B. Klassenleitung) besonders fördern. Diese Teamstrukturen setzen sich ebenso auf anderen Ebenen fort (z.B. Fachvorsitz, Koordinatoren). Zudem erfolgen in regelmäßigen Abständen Fortbildungen im Rahmen von Workshops (z.B. Klassenleitung, Umgang mit Hochbegabung, geplant: Stimmtraining). Die Professionalisierung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern wird durch unser Begleitprogramm gewährleistet. Neben den Schulgruppensitzungen, die von dem Ausbildungsbeauftragten-Team geleitet werden, wird eine zunehmende Professionalisierung durch den Ausbildungsunterricht und durch zusätzliche schulpraktische Einblicke garantiert (z.B. Selbstlernzentrum, Oberstufenberatung, Streitschlichtung). Für weiterführende Informationen sei an dieser Stelle auf das Konzept der Ausbildungsbeauftragten verwiesen. Um die Professionalität der Lehrkräfte am AMG einzuschätzen und berufliche Kompetenzen entsprechend weiterzuentwickeln, führt die Schulleitung regelmäßig individuelle Orientierungsgespräche mit den Lehrerinnen und Lehrern durch. In diesen Gesprächen wird eine Ist-Stand-Analyse vorgenommen und es wird gemeinsam überlegt, inwiefern eine berufliche Weiterentwicklung möglich ist. Daraus resultiert mitunter erweiterter, individueller Fortbildungsbedarf, z.B. weil Lehrkräfte neue Arbeitsbereiche im Schulleben übernehmen. Über diese Orientierungsgespräche hinaus haben wir festgelegte Verfahren und Instrumente zur Gewährleistung des Informationsflusses. Die Schulleitung und das Fortbildungsteam führen gemeinsam regelmäßig Gespräche, in denen sowohl über die kurz-, mittel- und langfristige Planung von Fortbildungen als auch über die Auswertung von Fortbildungen sowie die Rückführung der Fortbildungsergebnisse in die schulische Arbeit gesprochen wird. Das Erfassen von Fortbildungsbedarf erfolgt auf verschiedenen Ebenen. Neben den Anregungen aus der Steuergruppe oder von der Schulleitung selbst erfolgen regelmäßig schriftliche Befragungen im Kollegium. Die konzeptionellen Fortbildungsschwerpunkte sind als Orientierung gedacht, lassen aber ebenso Freiraum für Modifizierungen aufgrund von aktuellen Entwicklungen. In den folgenden Bereichen werden zukünftig Fortbildungsschwerpunkte gesetzt: Bereiche/Schwerpunkte
| Potentieller Teilnehmerkreis
| | fachschaftsorientierte Unterrichtsentwicklung (Weiterentwicklung des schulinternen Fachcurriculums, Festlegung fachspezifischer Grundsätze der Leistungsbewertung) | einzelne Fachschaften mit neu erschienenen Kernlehrplänen
| Arbeit in den Fachgruppen mit dem Themenschwerpunkt: "Lernaufgaben"
(dieser Baustein ist neben weiteren Handlungsfeldern vom Ministerium vorgegeben und als Ziel der Schulentwicklung bereits im Schulprogramm fest verankert. Die Fachgruppen konkretisieren das bereits erstellte allgemeine Lernaufgabenkonzept) | einzelne Fachschaften
| Medienkonzept
| Interessengruppe
| Stärkung der Gesprächs- und Beratungskompetenz (insbesondere "Durchführung von Problemgesprächen")
| Interessengruppe
| Stimmtraining
| Interessengruppe
| Weitere Lehrerfortbildung zur Unterstützung des verkürzten Bildungsgangs G8
| Steuergruppe
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Das Evaluationskonzept am AMG bezieht sich auf sehr viele Bereiche des schulischen Lebens, um eine möglichst breitgefächerte, differenzierte und sachorientierte Rückmeldung zu erhalten. Diese Informationen dienen in hohem Maße der Qualitätssicherung an unserer Schule. Evaluation von Unterricht Ein Schwerpunkt ist hierbei die Evaluation der Unterrichtsarbeit von Lehrerinnen und Lehrern durch Schülerinnen und Schüler innerhalb des Fachunterrichts. Der Zulauf, den Internetseiten zur Bewertung von Lehrerinnen und Lehrer erhalten haben, zeigt deutlich, wie wichtig es den Schülerinnen und Schüler ist, ihre Meinung rund um das Thema Schule zu äußern. Dieses Anliegen unterstützen wir, allerdings denken wir, dass es transparente Kriterien zur Bewertung geben muss. Mit unseren Evaluationsbögen ermöglichen wir es den Lehrerinnen und Lehrern am AMG, eigenständig und zielgerichtet ein Feedback der Schülerinnen und Schüler einzuholen – in gegenseitigem Einvernehmen. Die Schülerinnen und Schüler können dann anonym zu verschiedenen Oberthemen (Unterricht, Notengebung, Person) in einer abgestuften Skala verschiedene Fragen beantworten bzw. Aussagen bewerten. Natürlich ist auch Platz für eigene Anmerkungen. Das Ergebnis bleibt dabei in den Händen des Lehrers/der Lehrerin, ein Gespräch über positive und negative Kritik sollte nach Auswertung erfolgen. Die Lehrerinnen und Lehrer setzen entweder die von der Projektgruppe Evaluation entwickelten Bögen oder andere, selbst gewählte Verfahren ein. Um dabei alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen, hat sich das Kollegium darauf geeinigt, mindestens einmal pro Schuljahr und pro Lerngruppe ein Feedback durchzuführen. Der Termin sollte hier so gewählt sein, dass sich die Ergebnisse im weiteren Verlauf des Schuljahres produktiv und konstruktiv umsetzen lassen. Evaluationen des Systems Schule Weitere Schwerpunkte liegen in Evaluationen der systemischen Arbeit unserer Schule. So wurden in der Vergangenheit u.a. das Doppelstundenprinzip sowie das Selbstlernzentrum evaluiert, jeweils nach ca. einem Jahr Laufzeit. Bei diesen über den Unterricht hinausgehenden Auswertungen legen wir großen Wert auf die Sichtweisen der jeweils beteiligten Gruppen wie Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die nächsten in diesem Bereich anstehenden Evaluationen sind die der Übermittagsbetreuung im Rahmen des offenen Ganztages (geplant für den Sommer 2012) und die des Lernaufgabenkonzepts (geplant zum Halbjahreswechsel 2012/13). Selbstverständlich begleitet unsere Projektgruppe Evaluation auch die anderen Arbeitsgruppen bei der Auswertung ihrer Projekte (s. Tabelle „Arbeitsplan“) und leitet zum entsprechenden Zeitpunkt gemeinsam mit Vertretern der Gruppen die Evaluation ein. Das Evaluationsprogramm SEIS Darüber hinaus hat das AMG am Ende des Schuljahres 2010/11 am Evaluationsprogramm SEIS (Selbstevaluation in Schulen) teilgenommen. Die Steuergruppe befasst sich im 1. Halbjahr 2011/12 mit der Analyse und Auswertung des SEIS-Berichts, um anschließend auf dieser Basis als Konsequenz aus den Ergebnissen Handlungsfelder mit entsprechenden Zielvorgaben für die künftige Schulentwicklungsarbeit festzulegen. Dazu hat sich die Steuergruppe in sechs Teilgruppen aufgeteilt, die jeweils die Ergebnisse bezüglich eines der sechs untersuchten Qualitätsbereiche - Ergebnisse
- Lernen und Lehren
- Schulkultur
- Führung und Management
- Professionalität der Lehrkräfte
- Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
detailliert analysieren.
Bei der Zuordnung der Mitglieder der Steuergruppe zu den Teilgruppen wurde die jeweilige schulische Funktion bzw. der Status als Eltern- oder Schülervertreter mitbedacht. Wenn die Analysearbeit in der Steuergruppe beendet ist, werden die Ergebnisse der Schulgemeinde vorgestellt.
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