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Vertretungskonzept in der Sek. I am AMG | Drucken |
Auch Lehrerinnen und Lehrer sind mal krank und fehlen! Damit solche ad hoc-Ausfallzeiten sinnvoll als Lernzeit genutzt und nicht einfach nur überstanden werden, gibt es am AMG seit 2007 ein gut funktionierendes Vertretungskonzept für die Sek. I. Dieses Konzept besteht aus zwei Säulen.
Zum ersten haben alle Klassen in ihrem Klassenräumen sogenannte Vertretungsorder, die für von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern der Schule für ihr jeweiliges Fach entwickelt wurden. Dabei sind nahezu alle Fächer vertreten, kein Fach wiederholt sich, sondern in jedem Halbjahr wechselt das Fach. Inhalte der jeweiligen Schuljahre werden so mithilfe der im Vertretungsordner befindlichen Arbeitsblätter vertieft, wiederholt und geübt – was nicht nur auf die zentralen Prüfungen eine positive Auswirkung hat. Dabei folgen die Schülerinnen und Schüler ihrem individuellen Lerntempo, da jeder selbstständig und eigenverantwortlich arbeitet. Lösungen heften i.d.R. im Anhang, so dass die Schülerinnen und Schüler zur Selbstkontrolle aufgerufen sind. Fertig bearbeitete Blätter werden in eine eigene Mappe geheftet, die der betroffene Fachlehrer am Ende des Halbjahres einsammelt. Die Benotung der Mappe erfolgt über den Bereich der Kopfnoten (Eigenständigkeit und Sorgfalt) und wird in einem Auswertungsbogen dokumentiert. Die Vertretungsordner werden regelmäßig von den Fachschaften überarbeitet.

Zum zweiten bringt sich jede Schülerin, jeder Schüler ein selbstgewähltes Buch mit in die Schule. Im Rahmen der Leseförderung sind die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, dieses Buch zu lesen und in einem Lesejournal bestimmte Arbeitsaufträge zu lösen und zu dokumentieren wie z.B. regelmäßige Inhaltsangaben, produktionsorientierte und kreative Aufgaben. Bei den gewählten Büchern besteht prinzipiell Wahlfreiheit, ausgeschlossen sind Comics, Bilderbücher, Lexika oder Zeitschriften sowie selbstverständlich Bücher mit jugendgefährdendem oder gewaltverherrlichendem Inhalt. Die Bücher können in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfasst sein – für den fremdsprachlichen Bereich stehen die entsprechenden Fachlehrerinnen und –lehrer gern mit Titeltipps zur Seite!
Am Ende des Halbjahres wird das Lesejournal vom betreffenden Fachlehrer eingesammelt und benotet (Auswertungsbogen). Die Benotung der Mappe sowie der vor Halbjahresende stattfindenden Buchvorstellung fließt in die jeweilige Fachnote ein. 

Während der Vertretungsstunden ist ein Lehrer anwesend, der die ruhige und angenehme Arbeitsatmosphäre herstellt. Die Schülerinnen und Schüler können frei wählen, in welchem Bereich sie arbeiten. Wichtig ist, dass am Ende beide Säulen zu ungefähr gleichen Teilen bearbeitet wurden. 
Ziel des Vertretungskonzeptes ist es, die Schülerinnen und Schüler in der eigenständigen, selbstverantwortlichen und selbstorganisierten Freiarbeit zu schulen, Unterrichtsinhalte systematisch zu vertiefen und die Lesefreude und -fähigkeit zu fördern.

 
Geschrieben von: Fs