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Das Fach Erdkunde wird am AMG in den Jahrgangsstufen 5, 7 und 9 sowie der Oberstufe unterrichtet. Hierbei wird inhaltlich auf ein Lernen vom Nahen zum Fernen gesetzt. Neben der Arbeit mit dem Atlas lernen die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse an Themen, die an ihren Erfahrungsbereich anknüpfen. In der 7. Klasse geht es darum, ein Bild der unterschiedlichen Facetten der Erde zu gewinnen, aber auch durch die Thematisierung von Problemen ein Verständnis für nachhaltiges Handeln zu entwickeln. In der Klasse 9 wird der Fokus noch stärker auf die sich immer schneller verändernde Welt und die daraus resultierenden Probleme gelegt. Die Kurse der Oberstufe vertiefen das bisher Gelernte, indem sie Zusammenhänge und Wirkungsgefüge in unterschiedlichsten Bereichen des Faches erkennen. Die Fachschaft Erdkunde setzt im Unterricht in der Sek I das Lehrbuch „Terra“ und als Oberstufenband „Fundamente“ ein. Seit dem Schuljahr 09/10 wird ab der Jahrgangsstufe 5 mit dem „Haack Weltatlas“ gearbeitet, der somit den bisher eingesetzten „Diercke Weltatlas“ ablöst. Außerhalb des regulären Unterrichts wird das Gelernte durch Exkursionen und Museumsbesuche ergänzt und vertieft. EINFÜHRUNGSPHASE Thematischer Schwerpunkt
| Inhalte
| Inhaltsfelder, Bausteine
| Geomorphologische und klimatische Grundlagen und dessen Bedeutung für das System Erde-Mensch
| Endogene Kräfte
- Theorie der Plattentektonik
- Vulkanismus als Chance und Risiko für den Menschen
Exogene Kräfte/ Atmosphärisches Geschehen | Id, Ii
| Die Globalisierung unseres Nahrungsmittelangebotes vor dem Hintergrund der Produktionsbedingungen in unterschiedlichen Landschaftszonen
| Klima- und Vegetationszonen als Voraussetzung für Agrarwirtschaft Nahrungsmittelproduktion in der gemäßigten, subtropischen und tropischen Zone zwischen Subsistenzwirtschaft und Agrobusiness
- z.B. Bananen aus Ecuador, Wein aus Südafrika, Erdnüsse aus Senegal
Erfassung des internationalen Warenangebotes und –austausches unter besonderer Berücksichtigung politischer Instrumente (Subventionen, Zölle)
| Ie, Ij, IIa, IIb, IIc, IIl, IIIe | Merkmale und räumliche Veränderungen eines heimischen Industriestandortes unter dem Einfluss zusammenrückender Märkte in einer globalisierten Welt
| Strukturwandel im Ruhrgebiet
- Industrialisierung, Kohle- und Stahlkrise
- Wandel der Standortfaktoren
- Bedeutung des tertiären Sektors für die Wirtschaftskraft und die Arbeitsmarktsituation
Das aktuelle Kulturlandschaftsbild im Spiegel von Naturfaktoren und Gestaltung durch den Menschen
| Id, Ie, Ih, Ik, IIc, IId, IIf, IIh, IIi, IIIb, IIIg | Weltweite Verfügbarkeit von Rohstoffen und dessen Einfluss auf wirtschaftliche und politische Beziehungen zwischen Ländern und Regionen
| Raumwirksamkeit von Energiegewinnung und Energiesicherung
- Vorkommen und Verbrauch von Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran
- Reichweite fossiler Energierohstoffe
- Umweltdegradation durch Tagebau
- Erneuerbare Energien
Abbau metallischer Rohstoffe und ihre Bedeutung für die High-Tech Industrie
- Gewinnung von Sekundärrohstoffen durch Recycling (Nachhaltigkeitsdreieck)
Wasser als Grundlage des Lebens und Wirtschaftens
- Wasserversorgung in verschiedenen Klimazonen
- Nachhaltige Wasserwirtschaft (auch: virtuelles Wasser)
- Wasser als Konfliktpotential
- Staudämme zur Energiegewinnung
| Ia, Id, IIc, IIe, IIl, IIIa |
QUALIFIKATIONSPHASE 1. Räume unterschiedlichen Entwicklungsstandes im Spannungsfeld von naturräumlicher Ausstattung, Wirtschaft und Gesellschaft Thematische Schwerpunkte
| Inhalte
| Methoden/ Arbeitsformen
| Inhalts-felder, Baustein
| Ökologie und Geoökosysteme – alsBasisdeswirtschaftendenMenschens
| Geoökosystem, Geoökozonen - Landschaftszonen
| Definitionsbildung, Auswertung und Erstellen von Modellen
| I - a,c,d,e,j (g) II - a,b,l | Klima- und Vegetationszonen in ihrer unterschiedlichen Bedeutung für die Entwicklung von Räumen
| Ökonomische Erfolge und ökologische Probleme der Landwirtschaft | Medialgestützte Vorträge vorbereiten und präsentieren
| Ernährungspotenzial für eine wachsende Weltbevölkerung zwischen Subsistenzwirtschaft und Agrobusiness
| Landwirtschaftliche Produktion und Tragfähigkeit Hunger und Nahrungsüberfluss | Gestaltung eines Thesenpapiers mit Vor- und Nachteilen
| Ursachen und Folgen von Eingriffen in geoökologische Kreisläufe landwirtschaftliche Intensivierung durch unterschiedliche Bewässerungssysteme in ariden und semiariden Räumen Prozess der Bodenversalzung und mögliche Gegenmaßnahmen | Resourcenproblematik Wasser - Bewässerungslandwirtschaft
| Beziehungs-, Wirkungsgefüge erstellen und präsentieren Raumanalyse
| Ökologische Prinzipien und zukunftsfähige Maßnahmen in der Industrie, Land- ,Forst- oder Fischereiwirtschaft im globalen ökonomischen Zusammenhang
| Ausverkauf von Ressourcen – ökologische und ökonomische Wechselwirkungen zwischen Industrie und Entwicklungsländern
| Filmanalyse
| Veränderung von Konsummustern und Wertorientierungen als wesentliche Voraussetzungen für nachhaltiges Wirtschaften in der Einen Welt
| | Erstellen eines Portfolios | 2. Urbane Räume - Probleme und Prozesse von Regionalisierung und MetropolisierungThematische Schwerpunkte
| Inhalte
| Methoden/Arbeitsformen
| Inhaltsfelder, Baustein
| Wahrnehmungen des städtischen Lebensraumes Innere Differenzierung
| Entwicklung und Überprüfung des Stadtbegriffs | Mental Map | II d,f,g,i III a,b,c,f,g | Innere Differenzierung der europäischen Stadt als Abbild eines zeitlichen Nacheinanders
| Merkmale von städtischen Strukturen in einer historisch-genetischen Betrachtung, Industrialisierung und demografischer Wandel
| Vergleich von Stadtplänen, Luftbildern, Satellitenbildern | Problemfelder, Leitbilder und Maßnahmen der neueren Stadtentwicklung seit dem 20. J.
| Innenstadtplanung, Suburbanisierung, Funktionale Gliederung, Leitbilder einer menschengerechten Stadt (Nachhaltige Stadtentwicklung) | | Städte in anderen Kulturkreisen als Ausdruck unterschiedlicher Einflüsse
| 2 Kulturraumspezifische Stadttypen und ihr Wandel: u.a. die anglo-amerikanische Stadt
Ursachen und Folgen von Wanderungsbewegungen
| | Metropolisierung und Marginalisierung als Elemente weltweiter Verstädterung
| Global Cities – Wirtschaftszentren und Marginalsiedlungen
| Raumanalyse | Zentralität als Ausdruck funktionaler Verflechtungen: Strukturen und Raumordnungsziele, -modelle
| Träger und Instrumente der Raumordnung, hier bes. das System der Zentralen Orte Europäische Städtenetze Disparitäten, Die EU – Zielsetzungen und Integration, Raumordnungsmodelle, EU-Programme und Fördermaßnahmen | |
3. Güterversorgung und Dienstleistungen als Auslöser raumprägender und raumverbindender Prozesse in der Globalisierung Thematische Schwerpunkte
| Inhalte
| Methoden/ Arbeitsformen | Inhaltsfelder, Baustein
| Grundlagen des Wirtschaftens - Bedürfnisse erfordern Produktion | Produktionsfaktoren Wirtschaftssektoren | | I g II c, d, f, h, j, k, l, III a,e,f,
| Wandel von Standortfaktoren in seiner Wirkung auf industrieräumliche Strukturen
| Harte und weiche Standortfaktoren, Wandel durch technische Entwicklung und neuer Produktionsverfahren, Prinzipien der Standortverlagerung und Beschaffungslogisitk
| | Tertiärisierung als Motor für die räumliche Verteilung von Arbeitsplätzen
| Der Tertiäre Sektor, Verkehrs- und Kommunikationsnetze – ihre Bedeutung für globale Verflechtungen, Wandel städtischer Strukturen unter dem Einluss der Tertiärisierung
| | Wirtschaftsfaktor Fremdenverkehr in seiner Bedeutung für Quell- und Zielregionen
| Standortfaktoren für unterschiedliche Tourismusformen,
| | Landschaftszerstörung und -bewahrung im Zusammenhang mit Freizeitgestaltung
| Formen angepassten Tourismus
| | Verflechtung im Weltwirtschaftsraum – Wandel und Wirkung
| Begriff Globalisierung wirtschaftliche Kernräume, Transportwege und Güterströme Global-Player Ausverkauf von Ressourcen – ökonomische und ökologische Wechselwirkungen zwischen - und Entwicklungsländern
| | Unterentwicklung als globales wirtschaftliches Problem
| Begriff, Merkmale von Unterentwicklung Soziale Kernprobleme, Entwicklungsländer im Welthandel, Zusammenhänge zwischen Bevölkerungs- und Wohlstandswachstum, Probleme und Maßnahmen im ländlichen und städtischen Raum, Theorien der Unterentwicklung und Entwicklungspolitik
| | Wirtschafts-/Freihandelszonen als Konzepte für regionale und nationale Entwicklung
| Transformationsprozesse in der EU
NAFTA
| | Raumanalyse
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Kompetenzorientierte Formulierung zur Leistungsbewertung im Fach Erdkunde
Die übrigen Noten (sehr gut, befriedigend, mangelhaft, ungenügend) ergeben sich durch eine Abschätzung der Leistungen im obigen Kontext. Bewertung schriftlicher Leistungen in der Oberstufe: - Schriftliche Leistungen werden im Erdkundeunterricht der Oberstufe durch Klausuren bzw. eine Facharbeit erbracht.
- Die Aufgabenstellungen in den Klausuren sollen die Vielfalt der im Unterricht erworbenen Kompetenzen und Arbeitsweisen widerspiegeln.
- Die schriftliche Leistungsbewertung geht zu 50% in die Gesamtbewertung ein.
- Die Leistungsbewertung einer Klausur erfolgt analog zum Zentralabitur auf der Basis eines Erwartungshorizontes, in dem die erwarteten Ergebnisse in Verbindung mit einer Punktskala dargestellt werden.
- Etwa ein Fünftel der Leistungsbewertung einer Klausur bezieht sich auf die äußere Darstellungsform (Struktur, Aufgabenbezug, Rechtschreibung, angemessene Einbindung von Materialquellen etc.)
- Die Aufgabenstellungen werden in den Klausuren in allen drei Anforderungsbereichen gestellt und überprüfen damit die Reproduktion von Gelerntem, die Anwendung von Gelerntem und die selbstständige Konstruktion mithilfe von Gelerntem.
- Die zu erbringenden Leistungen erfolgen zum einen auf der Basis von Vorwissen und zum anderen auf der sachgerechten Auswertung von Materialien.
Beispiel für eine Punktskala:
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