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Welche Folgen hat Hochwasser für unsere Städte?

Am Donnerstag, den 04.11.2021, begab sich unser Erdkunde LK mit Herrn Koch und Herrn Hohmann zu einer Exkursion in die Bochumer Innenstadt. Nach einer kurzen Pause ging es weiter zur Ruhr-Universität Bochum, wo die Exkursion auch beendet wurde.

 

·         Zu Beginn traf sich unser Kurs am Bochumer HBF, um von dort aus zum Dr. Ruer-Platz zu gelangen

·         Vorort stellten wir uns in einen großen Kreis auf und erhielten jeder ein Bild, schnell wurde uns allen das Thema der Exkursion klar: Hochwasser

·         Nach einer kurzen Einführung haben wir uns in gleichgroße Gruppen aufgeteilt und hatten anschließend nicht nur die Aufgaben, nach gefährdeten Orten in der Bochumer Innenstadt zu suchen und einen prozentualen Anteil des Bodenbelages der Innenstadt zu schätzen, sondern auch, jeden Gully aufzuzählen, der uns dabei über den Weg lief

·         Ca. eine Stunde später fanden wir uns alle wieder zusammen am Platz ein, von wo aus wir nach einer kurzen Pause mit der U-Bahn weiter zur Ruhr-Universität Bochum gefahren sind

·         An der Uni angekommen, besprachen wir zunächst unsere Ergebnisse, welche wir in der Innenstadt gesammelt hatten und betrachteten anschließend noch einen kurzen Film zum Thema Hochwasser

·         Danach führten wir 2. Experimente durch:

 

1.      Das erste Experiment basierte auf einer Nachbildung einer großen Landschaft mit Bergen und Tälern. In diese Landschaft wurden Monopoly Häuser und Autos platziert, um Städte etc. darzustellen. Beim Versuch wurde oben auf das Modell ein Aufsatz mit Löchern gelegt, welcher Starkregen symbolisierte. Anschließend wurden darunter auf einer noch freien Fläche beim 1. Versuch Schwämme platziert und diese mit künstlichen Bäumen bestückt. Dieser Versuch stellte das Szenario dar, wo Starkregen auf einen Waldboden trifft und ob dieser das ganze Wasser aufnehmen könne. Beim zweiten Versuch war das Grundprinzip gleich, jedoch war der Untergrund anders. Dieses Mal wurde nichts auf der Fläche platziert, sodass der Untergrund nun einer normalen Parkplatzfläche entsprach. Und dann hieß es “Wasser marsch”.

 

2.      Für das zweite Experiment wurde ein Reagenzglas benötigt, in welches verschiedene Substanzen gefüllt wurden. In unserem Falle waren dies einmal Sand und Betonkies. Ziel des Ganzen war es herauszufinden, wie lange das Wasser braucht, um durch diese Schichten zu laufen, dazu färbten wir das Wasser vorher mit Tinte.

 

·         Nach den jeweiligen Präsentationen der Gruppen war die Exkursion auch wieder vorbei und wir haben gelernt, dass:

 

·         Die deutschen Städte sich durch den Klimawandel besser schützen müssen

·         Bochum eine große Fläche besitzt, wo Wasser leichter aufgenommen werden kann, jedoch aber auch einen großen Anteil an vollversiegelter Fläche besitzt, wo das Wasser nicht so einfach versickern kann

·         Die Bochumer Innenstadt besitzt ca. 100-130 Gullys, um in der Innenstadt gegen Hochwasser vorzugehen, nur sind gefährdete Orte wie Parkhäuser, Tiefgaragen oder Läden immer noch nicht von der Gefahr befreit, da die Kanalisation nicht die Wassermenge aufnehmen kann, welche uns zukünftig prognostiziert wird

·         Waldböden/Grünflächen können viel Wasser aufnehmen und schützen so vor Hochwasser, voll versiegelte Flächen beschleunigen das Hochwasser

·         Wasser durch Sand ca. 12 Sek. benötigt und durch Betonkies ca. 26 Sek, also die doppelte Zeit, wodurch Sand beim Schutz vor Hochwasser deutlich effektiver ist

·         Fazit zur Innenstadt von Bochum: Die Bochumer Innenstadt besitzt vereinzelt gute Schutzfaktoren gegenüber Hochwasser, besitzt zeitgleich aber auch eine Menge Potenzial und kann für noch mehr Sicherheit sorgen.