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Unterricht

Erprobungsstufe

Die Jahrgangsstufen 5 und 6 des Gymnasiums bilden die Erprobungsstufe.

Beide Stufen bilden eine Einheit, in der die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben, sich auf die neue Lernsituation einzustellen und ihre Eignung für die gewählte Schulform sicherer festzustellen.Aus diesem Grund gibt es zwischen der Klasse 5 und 6 auch keine Versetzung.

Die Entscheidung, ob ein Kind das Gymnasium weiterhin besucht, fällt in der Regel am Ende des 6. Schuljahres.


Zielvereinbarungen

Beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium gibt es für die Kinder eine Reihe von Neuerungen, die leicht unterschätzt werden können, z.B.

  • der neue Schulweg ist völlig anders,
  • die neue Schule ist viel größer und unübersichtlicher,
  • der Unterricht findet in verschiedenen Räumen statt,
  • die Rollenverteilung in der Klasse ändert sich,
  • die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer und der Unterrichtsfächer ist viel größer,
  • das Umfeld des vierjährigen Klassenverbandes mit einer einzigen Bezugsperson existiert nicht mehr.

Unser erstes Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern einen "sanften Übergang" von der Grundschule zum AMG zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass sie sich in ihrem neuen Lernumfeld wohlfühlen.Dieses Ziel verfolgen wir mit einer Reihe verschiedener Maßnahmen und Aktivitäten:

Am Tag der offenen Tür (Anfang Dezember) erhalten Eltern und Kinder einen Einblick in unser Schulleben und unseren Schulalltag.Die Schul- und Erprobungsstufenleitung, Klassen- und Fachlehrer stehen Eltern und Kindern für Gespräche zur Verfügung.Die Kinder erhalten zusätzlich die Gelegenheit Unterricht in den fünften Klassen zu besuchen.

Bei der Klasseneinteilung berücksichtigen wir Schüler- und Elternwünsche. Klassenverbände der Grundschule bleiben erhalten und individuelle Freundschaften werden berücksichtigt.

Bei den Schülerinnen und Schülern, die sich für die Bläser-/Bandklasseklasse oder die naturwissenschaftliche Profilklasse angemeldet haben, können natürlich nur mit den Kindern ihrer Grundschulklasse zusammen bleiben, die auch diese spezielle Klasse wählen.

Lehrerinnen und Lehrer werden von den Schülerinnen und Schülern der Erprobungsstufe noch sehr stark als Bezugspersonen gesehen. Durch sorgfältige Zusammensetzung der Lehrerteams bemühen wir uns, dass diese in mehreren Fächern in ihrer Klasse unterrichten und dass Lehrerwechsel in den einzelnen Fächern vermieden werden.

Die Klassenleitungen stellen sich schon Juni bei den meisten "ihrer" Kindern an der Grundschule vor und beantworten die dringendsten Fragen der Kinder.Bei dieser Gelegenheit führen sie auch erste Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen der Grundschule.Zum Abschluss des Besuchs erhalten die Schülerinnen und Schüler ihre persönliche Begrüßungsmappe mit vielfältigen Informationen - auch für die Eltern - über ihre neue Schule.

Am Donnerstag vor den Sommerferien findet nachmittags eine Begrüßungsfeier für die neuen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern im Atrium statt. Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen gestalten ein abwechslungsreiches Programm. Anschließend führen die Klassenleitungen die neuen Schülerinnen und Schüler in ihre Klassenräume. Dort lernen sie ihre neuen Mitschüler und den Klassenraum kennen.

Am ersten Schultag nach den Ferien werden die neuen Klassen nur ihren Klassenleitungen betreut. Durch verschiedene Aktivitäten lernen sich die Kinder gegenseitig besser kennen, erkunden die verschiedenen Gebäude und stellen erste Überlegungen zur Gestaltung ihres neuen Klassenraumes an. Der Unterricht endet nach der 3. Stunde.

Am zweiten Schultag werden in der ersten drei Stunden weitere Klassenangelegenheiten besprochen. Ab der 4. Stunde beginnt der Unterricht nach Stundenplan und die Kinder lernen weitere Lehrerinnen und Lehrer und Fächer kennen. Zudem organisieren die Sechstklässler in den ersten Tagen einen ökumenischen Schulgottesdienst für die neuen Fünftklässler.

Den sanften Übergang gestalten wir darüber hinaus durch die Einrichtung einer wöchentlichen Klassenleitungsstunde, die den Schülerinnen und Schülern für ihre eigenen Anliegen zur Verfügung steht (z. B. Erörterung von Erfahrungen und Problemen, Klassenraumgestaltung, Vorbereitung von Ausflügen oder der Projektwoche).

Gestaltung

Ziele

Der Unterricht in der Erprobungsstufe knüpft zunächst an die Lernerfahrungen und die Arbeit in der Grundschule an, macht die Schülerinnen und Schüler aber zunehmend mit selbstgesteuertem Lernen und selbstständiger Organisation vertraut.In dieser Zeit werden die Kinder besonders von den Klassenleitungen betreut und begleitet, um das Können und die Fähigkeiten, die für ein erfolgreiches Arbeiten am Gymnasium erforderlich sind, zu entwickeln und zu fördern.

Beratung und Information

In jeder der beiden Jahrgangsstufen finden drei Erprobungsstufenkonferenzen statt, auf denen die Entwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler genau beobachtet wird und evtl. Probleme und Förderungsbedarf schnell erkannt werden.Somit wird die Gesamtentwicklung des Kindes kontinuierlich verfolgt. Spätestens am Ende der Klasse 6 kann eine differenzierte Entscheidung darüber gefällt werden, ob das Gymnasium weiterhin die geeignete Schulform ist.Mit den Lehrerinnen und Lehrern der Grundschule

findet eine intensive Zusammenarbeit statt. Diese werden zur ersten Erprobungsstufenkonferenz eingeladen. Hierbei werden sowohl die Entwicklungen der Kinder als auch unterrichtliche und allgemeine erzieherische Maßnahmen besprochen. Die o.a. Themen werden auf den Klassenpflegschaftssitzungen, die einmal im Schuljahr stattfinden, wieder aufgenommen und auf die spezielle Klassensituation bezogen. Regelmäßig stattfindende Elternstammtische fördern die gemeinsame Bildungs- und Erziehungsarbeit von Lehrern und Eltern und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

Unterrichtliche Maßnahmen

In einer Wochenstunde, die im Stundenplan als ALF (Arbeits- und Lernformen) erscheint, werden grundlegende Lern- und Arbeitstechniken anschaulich und handlungsbezogen vermittelt und geübt (z.B. Umgang mit Lern- und Arbeitsmitteln, Lernumfeld gestalten etc).Ein Schuljahr lang sollen so die eigenständige Organisation und das selbstgesteuerte Lernen verbessert werden (siehe detaillierte Beschreibung im Schulprogramm). Im Juni/Juli findet für die fünften und sechsten Klassen das Sportfest der Erprobungsstufe statt. Der Klassenwettkampf besteht aus Vielseitigkeitsübungen der Leichtathletik, die im Unterricht eingeübt werden. Weitere wichtige Bestandteile der Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Erprobungsstufe sind außerdem:

  • Unterrichtsgänge und Besichtigungen (z.B. Besuch eines Bio-Bauernhofes oder des Aqua-Zoos)
  • Wandertage (z.B. zur Eisbahn mit anschließendem Besuch des Weihnachtsmarktes)
  • Klassenfahrt der Jahrgangsstufe 6: Diese Fahrt bietet den Schülern durch ein speziell zugeschnittenes Programm, vielfältige Gemeinschaftserlebnisse und festigt die Klassengemeinschaft.

Außerunterrichtliche Aktivitäten

Zur Zeit finden folgende Arbeitsgemeinschaften statt:

  • Einrad-AG
  • Schach-AG

Vor den Herbstferien führen wir den LebensLauf durch, einen Spendenlauf für Kinder in notleidenden Regionen der Welt. Damit unterstützen wir das Afrika-Projekt des Kirchenkreises Witten-Hattingen und das schuleigene Südafrika-Projekt. Alle Klassen der Erprobungsstufe sind bei dieser Benefizveranstaltung beteiligt. Hierbei spenden Eltern, Verwandte und/oder Bekannte eines Schülers/einer Schülerin für jede von ihm/ihr gelaufenen Sportplatzrunde einen vorher festgelegten Geldbetrag.

Klassenfeste (z.B. Karnevals- oder Weihnachtsfeiern) stärken den Zusammenhalt innerhalb der Lerngruppe und bieten den Eltern Gelegenheit, sich und die anderen Kinder besser kennen zu lernen.

Ab der Klasse 5 stehen den Schülern und Schülerinnen Paten aus der Jahrgangsstufe 8 zur Verfügung. Diese begleiten die Kinder drei Jahre lang und helfen als Ansprechpartner auf dem Schulhof, bei Klassenfesten oder Ausflügen aus, um kleinere Probleme, Streitigkeiten oder einfach Fragen zu lösen. Diese Schülerinnen und Schüler von uns als Paten ausgebildet, um im Rahmen unseres Leitbildes "gemeinsam - menschlich - aufmerksam" die Kommunikation unter den Schülern zu fördern.


ALF

ALF steht für Arbeits- und Lernformen.

Im 1std. ALF-Unterricht sowie im Rahmen der ALF-Tage in der Fahrten- und Projektwoche lernen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 ihr Arbeitsverhalten zu verbessern.

So lernen sie ihren Lerntyp kennen und entsprechende Lernmethoden, wie z.B. das mehrkanalige Lernen. Wichtige Bausteine des ALF-Unterrichts sind die Lern- und Zeitplanung, Wiederholungslernen und Gedächtnisstützen. Außerdem lernen die Schüler ihre Hausaufgaben richtig einzuteilen und sich gezielt auf Klassenarbeiten vorzubereiten.

In den Jahrgangsstufen 6-9 werden wesentliche Arbeits-und Lernformen in Form eines Spiralcurriculums wieder aufgegriffen und unterrichtsbegleitend vertieft.

Das ALF-Programm wird von den Lehrerinnen Signer, Hömberg, Hehenkamp, Trauerstein und Wiegand betreut.

Sie arbeiten an der Evaluation und Optimierung des ALF-Unterrichts in der Sekundarstufe I. Dazu verwenden sie das feed-back aus den regelmäßig durchgeführten Schüler- und Elternbefragungen zum ALF-Unterricht sowie aus den Rückmeldungen der befragten ALF-Lehrerinnen und der abgebenden Grundschulen.

Auch die Auswertung der ALF-Kontrollbögen in den Klassenbüchern der Sekundarstufe I dient der Evaluation und Weiterentwicklung des ALF-Curriculums. So wurden die Methodenbausteine des ALF-Unterrichts an die veränderten Rahmenbedingungen durch G8 angepasst.

Das AMG

Albert-Martmöller-Gymnasium
Oberdorf 9
58452 Witten

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